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  • AutorenbildHaiko

Chris Rock ermittelt im blutigen SAW - Franchise - SAW: SPIRAL


Chris Rock versucht mit SAW: SPIRAL als Ideengeber, Hauptdarsteller und ausführender Produzent das Horror-Genre aufzumischen. Ob ihm das gelungen ist, erfahrt Ihr in unserer Kritik zum neuesten Kapital aus dem SAW - Universum Zum Inhalt: SAW: SPIRAL eröffnet ein neues, perfides Kapitel der „Saw“-Saga, in dem ein kaltblütiger Serienmörder auf bestialische Weise für seine ganz eigene Form von Gerechtigkeit sorgt. Der abgebrühte Detective Ezekiel „Zeke“ Banks (Chris Rock) und sein noch unerfahrener Partner William Schenk (Max Minghella) untersuchen eine Anzahl abscheulicher Morde, die auf unheimliche Weise an die grausame Vergangenheit der Stadt erinnern. Unterstützt werden die beiden Detectives von Marcus Banks (Samuel L. Jackson), einem angesehenen Polizeiveteranen und Vater von Zeke. Ohne es zu ahnen, wird Zeke immer tiefer in das mörderische Geheimnis hineingezogen und findet sich plötzlich im Zentrum des morbiden Spiels eines bestialischen Killers wieder. Kritik: Das SAW - Franchise geht in eine neue, mittlerweile nun schon neunte Runde und hat sich selbst auf die Fahne geschrieben, weniger den nächsten SAW - Film heraus bringen zu wollen, sondern einen Neustart zu kreieren, der eine andere Richtung einschlägt. Dafür steht 17 Jahre nach dem ersten Teil Stand-Up- und Film-Comedian Chris Rock, der - was wahrscheinlich einige noch nicht wussten - begeisterter Horror-Fan ist und laut Regisseur ein enzyklopädisches "Saw"-Wissen aufzuweisen hat. Die Filmemacher konnten ihn nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als ausführenden Produzenten für das neue Kapitel - SAW: SPIRAL - gewinnen. Alles fing auf einer Hochzeit an, als der stellvertretende Vorsitzende der Produktionsfirma Lionsgate, Michael Burns, neben Chris Rock platziert wurde, der sich zu ihm rüber beugte und ihm von seiner SAW - Idee berichtete.



Chris Rock spielt in SAW: SPIRAL Ezekiel „Zeke“ Banks, einen Detektive der South Metro Police Devision, der die Serienkiller-Fälle seiner Stadt zwar kennt, sie aber für eine längst entfernte Vergangenheit hält, bis er eines Tages eine bizarre Mordreihe aufzuklären hat, die auf unheimlicher Weise an Jigsaws berüchtigtsten Fälle erinnert. Rock versucht hier seine Bandbreite auszuschöpfen, marschiert auf Thriller-Terrain mit psychologischen Aspekten, sorgt aber dennoch sporadisch für den einen oder anderen Lacher. Seine Figur fiel bei den anderen Polizisten in Ungnade, weil er vor Jahren einen korrupten Kollegen bei der Abteilung für interne Angelegenheiten angezeigt hat. Sein Vater war zu Dienstzeiten ein angesehener Polizeichef. Banks trägt also eine besonders große Last auf seinen Schultern. Auf der einen Seite musste er immer alles geben, weil er das Gefühl hatte, seinem Vater etwas beweisen zu müssen. Auf der anderen muss er die Cops, die sich von ihm abwandten, wieder auf seine Seite bekommen, denn nur mit der Unterstützung des gesamten Departments, kann er den neuen Killer erst richtig jagen. Für die Rolle des Vaters und pensionierten Polizeichefs Marcus Banks konnten die Filmemacher keinen geringeren als den legendären Samuel L. Jackson gewinnen. In der ersten gemeinsamen Szene zwischen Vater und Sohn wird schnell sichtbar, dass Jackson nicht nur eine komplexe Figur verkörpert, sondern das beide Filmfiguren auch immense Probleme in ihrer Beziehung zu einander haben und zwischen ihnen eine riesige schmerzliche Kluft herrscht. Mit von der Partie ist Max Minghella, der bestens begannt aus der Serie THE HANDMAIDS TALE: DER REPORT DER MAGD sein dürfte. Er bedient mit seiner Figur des Detektive William Schenk das Buddy-Cop-Element, denn er wird Zecke Banks bei dem Fall zur Seite gestellt. Gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein. Der eine: erfahren und lange dabei, der andere: kommt frisch von der Akademie. Und dennoch finden beide schnell einen Weg der Zusammenarbeit.

Um eine innovative Abwandlung des bestehenden Konzepts mit den typischen SAW-Elementen paaren zu können, setzte man auf die Rückkehr von Regisseur Darren Lynn Bousman, der schon Bei SAW II, SAW III und SAW IV auf dem Regiestuhl saß. Bei seinem ersten SAW-Film war Bousman Mitte Zwanzig. Man sieht dem Projekt an, dass er reifer geworden ist, obwohl der angeblichen neuen Richtung ein komplett frischer Wind eines unvoreingenommenen Regisseur gut getan hätte. Typisch für die Reihe sind natürlich die perfekt ausgeklügelten und grausamen Fallen, die Mordmaschinen, mit der der Killer seine Opfer quält. Mit der Zeit wurden diese immer komplexer und größer, weil das Publikum gerade dafür ins Kino ging. Da hier Jigsaw nicht vorkommt, mussten jedoch die Fallen anders dargestellt werden. Jigsaw war ein erfahrener Ingenieur, der diese komplizierten Maschinen bauen konnte. Hier musste also eine Abweichung her.


Einen frischen Look bekommt der Film vom 28jährigen Kameramann Jordan Oram, der mit SAW: SPIRAL seinen ersten richtigen Film realisierte, vorab durch Musikvideos von Drake bekannt wurde. Gedreht wurde digital mit einer monochromen Farbpalette, die verfaulte grüne und senfgelbe Farbtöne betonte.

Fazit: Bei einem weiteren Teil - egal welcher Reihe - muss natürlich alles größer, schneller, besser werden - gerade in einer Horror-Filmreihe - alles furchterregender. Natürlich ist SAW: SPIRAL düster, verstörend und die Szenen mit den fiesen Fallen extrem brutal. Der Film ist dramatisch, hat Cop-Action und eine feine Brise Humor. Das alles hier entscheidende Element ist der Abschluss-Twist. Funktioniert die Auflösung für den Zuschauer? Wurde er den ganzen Film über getäuscht? Das wird an dieser Stelle natürlich nicht aufgelöst. Der Trailer zu SAW: SPIRAL versprach eine frische Erzählweise und einen tollen Look. Unerwartet waren die kleinen Pointen, die die Spannung unterbrachen, bevor das Blut so richtig zu fließen begann. Leider schaffen selbst die tollen Schauspieler Jackson und Rock es nicht die versprochene neue Richtung einzuschlagen. Die Thriller-Elemente hätten bei dieser Kombination einfach weiter ausgearbeitet werden müssen. So bleibt SAW: SPIRAL nur eine weitere Fortsetzung in dem SAW - Universum. Sehenswert für eingefleischte Fans, jedoch hat man viel Potential verschenkt und letzten Endes nichts Neues kreiert... leider. Trivia & Fun-Facts: - Chris Rock ist großer Fan der SAW - Reihe und es ist sein erster Horrorfilm

- Laut Chris Rock hat er sich von SIEBEN und 48 STUNDEN zu dem Film inspirieren lassen

- Es ist nach LETHAL WEAPON 4 der zweite Film für Chris Rock, in dem er einen Polizisten spielt

- Es ist der erste Film der Reihe, der nicht im Oktober herauskommt

- Das erste Wort von Samuel L. Jackson am allerersten Drehtag lautete "Motherfucker"



 


 

Bilder und Trailer: © 2021 STUDIOCANAL GmbH

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