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Tom Cruise zeigte Ridley Scott TOP GUN: MAVERICK in Erinnerung an dessen Bruder Tony Scott

TOP GUN: MAVERICK steht endlich in den Startlöchern. Das Original aus dem Jahre 1986 war ein Produkt von großen Hollywood-Playern, die zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zusammen arbeiteten. Tom Cruise, der die Hauptrolle des Navy-Piloten Pete "Maverick" Mitchell übernahm, war der Star des Films. Als Produzenten fungierte das Power-Duo Don Simpson und Jerry Bruckheimer und auf dem Regiestuhl saß der legendäre Tony Scott, der dem Film seinen unverwechselbaren visuellen Stil verpasste. Warme Farben, leuchtende Untergänge und gestochenscharfe Action. Jahrelang warteten die Fans auf eine Fortsetzung, für die Tony Scott sicherlich für die Regie zurückkehrte. Tony Scott verstarb leider im Jahre 2012.

In der aktuellen Ausgabe der Empire gab unter anderen Autor Christopher McQuarrie ein Interview:

Mein erstes Gespräch über TOP GUN: MAVERICK war vor elf Jahren, als ich zu einem Treffen mit Tom, Jerry Bruckheimer und den Produzenten David Ellison und Tony Scott gerufen wurde. Und dann starb Tony tragischerweise und der Film verschwand.

Tom Cruise erinnerte sich:

Wir haben am Freitag zusammen gescoutet. Ich war am Freitag bei Tony und am Sonntag ist er gestorben. Es war schrecklich. 

Nach Scotts Tod ruhten die Ideen für eine Fortsetzung und das Projekt nahm erst mit Joseph Kosinski hinter der Kamera wieder Fahrt auf. Wir können uns sicherlich auf Sonnenuntergänge freuen und es wird wieder rasante Motorradaufnahmen geben. Da der Film schon einige Zeit fertig ist und immer wieder durch COVID nach hinten verschoben wurde, nutzten laut Empire die Filmemacher die Gelegenheit, den Film Tony Scotts Bruder Ridley Scott vorzuführen. Bruckheimer sagte:

Eines der herzerwärmsten Dinge, die ich erlebt habe, war, als wir Tonys Bruder Ridley den Film zeigten. Er lobte den Film und die Art von Sorgfalt, mit der Tom Tony während des gesamten Films ehrte.

TOP GUN: MAVERICK startet endlich am 26.05.2022 in den deutschen Kinos.

Freut Ihr Euch auf die Fortsetzung und glaubt Ihr, dass das Projekt funktionieren wird?


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Bild: © Paramount Pictures Germany GmbH | Quelle: Empire
THE ROCK - FELS DER ENTSCHEIDUNG - Filmtick - TV-Tipp

Was wohl viele nicht wissen: Quentin Tarantino hat an dem Drehbuch mitgeschrieben, wurde aber nie im Abspann genannt. Sean Connery wollte nicht jeden Tag immer zwischen dem Festland und der Insel hin und herfahren müssen, daher fragte er die Produzenten, ob er auf Alcatraz eine kleine Hütte haben könnte, die er dann auch bekam. Man munkelt, dass Connery dem Projekt erst zusagte, nachdem er erfuhr, dass Nicolas Cage die Rolle des Dr. Goodspeed angenommen hatte. THE ROCK ist Michael Bays eigener Lieblingsfilm. Der Film ist dem Produzenten Don Simpson gewidmet, der während der Dreharbeiten verstarb. Don Simpson und Jerry Bruckheimer produzierten Hits wie BEVERLY HILLS COP, TOP GUN oder BAD BOYS.

Zu Handlung:
General Hummel und seine Elite-Einheit haben sich auf Alcatraz verschanzt. Sie kämpfen für ihre gefallenen Kameraden und verlangen 100 Millionen Dollar zur Wiedergutmachung. Sonst droht ein Giftgas-Anschlag auf San Francisco. Nun muss der kampf-unerfahrene Dr. Goodspeed mit John Patrick Mason, dem einzigen Gefangenen, dem die Flucht von Alcatraz gelang, zur Insel fahren und das Giftgas unschädlich machen.

THE ROCK - FELS DER ENTSCHEIDUNG läut am Freitag Abend auf RTL ZWEI.

Nennt uns auf Facebook Eure Lieblingsfilme von Sean Connery, Nicolas Cage und Michael Bay uns kassiert dort dafür 50 Filmticks! Zum Beitrag geht es hier.


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Bild: © RTL ZWEI, The Walt Disney Company (Germany) GmbH
Mike und Marcus ermitteln wieder | Unsere Kritik zu BAD BOYS II | Filmtoast.tv

Inhalt:
Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Bernett (Martin Lawrence) sind Drogenfahnder in der Rauschgiftsondereinheit T.N.T. (Technical Narcotics Team) des Miami Police Departments. Sie gelangen an Informationen, dass in Miami die größte Ecstasy-Lieferung ankommen soll, die es je gab. Die Untersuchungen bringen sie auf die Spur zu Hector Juan Carlos 'Johnny' Tapia (Jordi Mollà), ein skrupelloser gefährlicher Gangsterboss. Seine Ambitionen: Er will den Drogenhandel in der Stadt unter seiner Kontrolle bringen und legt sich mit den Russen Alexei (Peter Stormare) an. Ein blutiger Krieg in der Unterwelt entsteht.

Doch nicht nur die Gangster sind Marcus' Problem. Als er erfährt, dass Mike sich für seine Schwester Syd (Gabrielle Union) interessiert hat und die beiden nun ein Paar sind, wird die Freundschaft zwischen den "Bad Boys" auf eine schwere Probe gestellt. Noch komplizierter wird die Sache, als sich herauskristallisiert, warum Syd in Miami ist: sie arbeitet als verdeckte Ermittlerin und wird auf Tapia angesetzt.

Die beiden Cops müssen schnell ihre persönlichen Probleme beseitigen, um die professionellen Dinge wieder richtig angehen zu können, denn nun steht Syds Leben auf dem Spiel...

Kritik:
Michael Bay war vor dem ersten Teil - BAD BOYS - HARTE JUNGS - ein ambitionierter Werbefilmer und drehte Musikvideos für Tina Turner und Lionel Richie bis er sich dann der großen Leinwand widmete und an seinem ersten Spielfilm arbeitete. BAD BOYS - HARTE JUNGS wurde damals von Don Simpson und Jerry Bruckheimer produziert, die zuvor Hits wie TOP GUN - SIE FÜRCHTEN WEDER TOD NOCH TEUFEL, BEVERLY HILLS COP oder TAGE DES DONNERS ablieferten. Auch wenn es Budget-Schwierigkeiten gab und Michael Bay mit den Drehtagen nicht einverstanden war, entpuppte sich der Film als Blockbuster und katapultierte die Hauptdarsteller Will Smith und Martin Lawrence von ambitionierten Jungstars, die bereits ihre eigenen TV-Shows hatten, zu gefragten Hollywood-Mimen. Michael Bay arbeite in Folge an THE ROCK - FELS DER ENTSCHEIDUNG, ARMAGEDDON - DAS JÜNGSTE GERICHT und PEARL HARBOR bis es zu einem nächsten Abenteuer des Detective-Duos Mike Lowrey und Marcus Burnett kommen sollte. 2003 war Bay ein gefragter Action-Regisseur und das Budget vom ersten wurde für das nächste Projekt einfach mal verzehnfacht und heraus kam BAD BOYS II.



Die neue Kooperation zwischen Erfolgsproduzent und Ausnahmeregisseur blieb sich dem Motto "Größer-schneller-explosiver" treu. Man merkt sofort, dass Bay bei diesem Projekt seine gewollten Extra-Drehtage für die Actionsequenzen einfordern konnte und gepaart mit dem Status-Upgrade, dass sich alle Beteiligten über die Jahre zwischen erstem und zweiten Teil erarbeiteten, war es kein Wunder, dass sich das Erfolgskonzept gleich am Startwochenende in den USA am Einspielergebnis widerspiegelte, welches den Start des ersten Teils verdreifachte.


Im Zentrum dieses Falls steht Hector Juan Carlos, genannt JohnnyTapia und ein Haufen Ecstasy-Pillen. Der kubanische Drogenbaron führt die Ermittler immer wieder vor, in dem er Klagen gewinnt und weiterhin auf freiem Fuß seinen Machenschaften nachgehen kann. Die Seite der Guten - der Detectives Mike und Marcus, die schon ihr Motto "We ride together. We die together." vor Jahren in einem Jahrbuch verewigten - bekommt Zuwachs und das von keiner geringeren als Marcus ambitionierter Schwester Syd, die bei der DEA versucht Karriere zu machen. Dies zieht den Fall in familiäre Sphären, wovon Marcus alles andere als erfreut ist und er und Mike versuchen alles, um ihr bei dem gefährlichen Auftrag zu helfen. Doch nicht nur, dass sich die Polizei in DEA-Angelegenheiten einmischt, macht den Fall brisant. Immer wieder zerlegen die Detectives Miami, hinterlassen Chaos auf einer Autobahn und überall liegen Leichen rum. Und doch kommen die beiden im Fall nicht weiter. Alles zum Leidwesen ihres Chefs Captain Howard, der erneut humorvoll von Joe Pantoliano verkörpert wird. Die Zeit drängt, denn Syds Undercover-Tätigkeiten drohen aufzufliegen.



Auch wenn Michael Bay oft für angeblich stumpfsinnige Actionsequenzen von Kritikern gerügt wird, ist es immer wieder interessant zu sehen, dass die Einspielergebnisse stimmen und langsam sollte bekannt sein, wenn Bay drauf steht, gibt es Hubschrauber, die in Slowmotion vor dem Sonnenuntergang fliegen… gibt es besondere Kameraeinstellungen, die man aus all seinen Filmen kennt… gibt es eine Actionsequenz nach der anderen, die die vorige noch übertrumpfen mag. Warum wird also gereizt auf Filmtechnisches reagiert, wenn man weiß, das sind seine Markenzeichen. Ironie und Wortwitz gehören ebenfalls dazu und so ist es kein Wunder, dass Will Smith und Martin Lawrence sich zu Beginn des Films undercover in einer Zeremonie des Kuklukslan wiederfinden. Selbst wenn die Erde droht von einem Asteroiden wie in ARMAGEDDON ausgelöscht zu werden, gibt es lustige Sprüche wie in diesem Fall von Peter Stormare, auf den Bay hier ebenfalls für die Rolle des zweiten Gangsterbarons Alexei zurückgreift. Mit Komponist Trevor Rabin arbeitete er bereits an ARMAGEDDON zusammen. Rabin kümmerte sich hier um den Score, wobei Dr. Dre und Sean 'Diddy' Combs ebenfalls an der musikalischen Arbeit des Films beteiligten waren.

Bay hält die Action hoch. Es gibt Verfolgungsjagden, Schießereien, Leichen, die durch die Gegend fliegen. Am Ende darf Bay gekonnt eine extra für den Film errichtete Villa im Südstaatenstil durch Panzerfäuste, Pistolen- und Maschinengewehrsalven komplett zerlegen lassen.

Fazit:


BAD BOYS II liefert rasante Action mit besonderen Kameraeinstellungen. Wer nach Fehlern in der Geschichte sucht oder sich über zu viel Action aufregt, ist hier vollkommen falsch. Der Film möchte einfach nur bombastisch unterhalten … und das kann er.

Bild: © SONY Pictures Entertainment 2020

Unsere Bewertung:

Filmtoast_icon_gut.png



Trivia und Fun-Facts:

- Während BAD BOYS II auf der einen Seite des Cape Florida State Parks gefilmt wurde, fanden auf der anderen Seite Dreharbeiten zu 2 FAST 2 FURIOUS statt
- Der Filmhund von Marcus gehört eigentlich Michael Bay und hört auf den Namen Mason
- Zunächst sollte Mark Mancina am Score mitarbeiten, stieg dann aber wegen kreativen Differenzen aus dem Projekt aus. Michael Bay wollte, dass er nur "Action-Beats" für den Film entwickeln und keine melodische Musik komponieren sollte, wie er es im Original getan hat. Jerry Bruckheimer griff dann auf Trevor Rabin zurück.


Michael Bays erster Action-Kracher | Unsere Kritik zu BAD BOYS - HARTE JUNGS | Filmtoast.tv

Wir fiebern gespannt den Kinostart des ersten Most Wanted - Film des Jahres 2020 am 16.01.2020 entgegen: BAD BOYS FOR LIFE. Wir wollen Euch die Wartezeit mit einem Classic Toast verkürzen und stellen Euch in einem kleinen Countdown bis zur Kritik zum dritten Teil noch einmal die beiden Vorgänger vor. Hier kommt unser Classic Toast zu BAD BOYS - HARTE JUNGS. Viel Spaß!

Inhalt:
Bei einem spektakulären Überfall auf die Asservatenkammer der Polizei von Miami, erbeutet eine Bande, unter der Führung des skrupellosen Gangsters Fouchet (Tchéky Karyo), beschlagnahmtes Heroin im Wert von 100 Millionen US-Dollar. Da die Interne Abteilung der Polizei einen Insiderjob hinter der Aktion vermutet, setzt die Behörde Allison Sinclair (Marg Helgenberger) auf den zuständigen Captain Howard (Joe Pantoliano ) an. Dieser betraut die Detectives Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) mit dem Fall, da sie zuvor auch für die Beschlagnahmung der gestohlenen Drogen verantwortlich waren. Ihnen bleiben jedoch nur 72 Stunden, bevor die Interne Ermittlungsbehörde ihr Department schließt. Mike bittet seine Bekannte, die Prostituierte Max Logan (Karen Alexander), nach neureichen Kunden Ausschau zu halten. Als sie eine Einladung zu einer Party erhält, nimmt sie kurzfristig ihre Freundin Julie Mott (Téa Leoni) als Begleiterin mit. Diese muss mit ansehen, wie Max eiskalt von Fouchet erschossen wird. Ihr gelingt gerade noch die Flucht vor den Gangstern. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich telefonisch an Mike, der jedoch gerade auf eigene Faust einer Spur nachgeht. Da Julie jedoch ausschließlich mit Mike zu tun haben will, muss sich Marcus als dieser ausgeben, um die Zeugin nicht zu verlieren und das Chaos nimmt seinen Lauf...

Kritik:
Die harte Action-Buddy-Comedy "Bad Boys - Harte Jungs" markierte 1995 den Beginn zweier großer Kinokarrieren. Zum einen handelte es sich um das Spielfilmdebüt von Regisseur Michael Bay und zum anderen setzte der Film die Karriere von Will Smith so richtig in Gang. Doch beinahe wäre alles ganz anders gekommen, denn das ursprüngliche Drehbuch trug den Titel "Bulletproof Hearts" und war für die "Saturday Night Live" Komiker Jon Lovitz und Dana Carvey vorgesehen. Nachdem die beiden jedoch aus dem Projekt ausstiegen, erinnerten sich die Produzenten Don Simpson und Jerry Bruckheimer an ihren Erfolg, den sie 1984 mit "Beverly Hills Cop" feierten, nachdem sie Eddie Murphy die Rolle auf den Leib schrieben, die eigentlich für Sylvester Stallone vorgesehen war, und ließen das Script umschreiben. Ein weiterer Erfolgsfall, denn obwohl der Film nur für Erwachsene in den Kinos freigegeben wurde, spielte er bei einem Budget von geschätzt 19 Millionen US- Dollar weltweit mehr als 141 Millionen ein und machte insbesondere Will Smith mehr oder weniger über Nacht zu einem gefeierten neuen Action-Star.

Auch für Michael Bay stellte der Film einen wahren Glücksfall dar, obwohl er laut eigener Aussage weder mit dem Drehbuch, noch dem Budget oder der angedachten Drehzeit, die ihm von der zuständigen Produktionsgesellschaft Columbia Pictures eingeräumt wurde, zufrieden war. Allerdings konnte er sein Potential, das er zuvor in verschiedenen Werbefilmen und Musikvideos namhafter Künstler bereits angedeutet hatte, nun endlich auf die große Leinwand übertragen. Dabei erkennt man sofort, das sein Hauptaugenmerk auf den Action-Sequenzen liegt, was sein weiterer Werdegang mit Filmen wie "The Rock - Fels der Entscheidung", "Armageddon" oder der "Transformers"-Reihe in der Folge auch unter Beweis stellte. Bay schreckte dabei auch nicht davor zurück, einen Teil seiner Gage für den explosiven Showdown des Films aufzuwenden, nachdem ihm Columbia keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung stellen wollte. Außerdem stellte er der Produktion seinen Privaten Porsche 911 zur Verfügung, der in einigen Szenen von Will Smith und Martin Lawrence gefahren wird. Bereits mit der Eröffnungsszene des Raubüberfalls setzt Bay den Maßstab in Sachen Action, die im Showdown wahrlich ihren virtuos inszenierten explosiven Höhepunkt findet. Zwischendurch lässt er seine Hauptdarsteller immer wieder in waghalsigen Verfolgungsjagden Kopf und Kragen riskieren, die von Bay mit gekonnten Kamerafahrten und Slow-Motion-Einstellungen in Szene gesetzt werden, welche ebenfalls zu einem seiner Markenzeichen in späteren Filmen werden sollten. Die komödiantischen Elemente bezieht der Film aus der klassischen Buddy-Geschichte, die teilweise an die Bud Spencer und Terence Hill Klassiker oder auch an die "48 Stunden"-Reihe erinnert sowie der Verwechslungsthematik, die immer wieder zu witzigen Situationen oder Dialogen führt.

Bei diesem Konzept kommt natürlich alles auf die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Will Smith und Martin Lawrence an, die von Beginn an stimmt und mit viel Wortwitz untermauert wird, der nicht immer jugendfrei ist. Die beiden Drogenfahnder der Polizei von Miami sind Zeit ihres Lebens beste Freunde und laut eigener Aussage "Bad Boys for Life" , die sich jedoch ständig gegenseitig nerven und auf die Schippe nehmen. Da Michael Bay, wie bereits erwähnt, wenig begeistert von dem Drehbuch war, ließ er seine Comedy-erprobten Hauptdarsteller immer wieder improvisieren, wobei einige der lustigsten Dialogsequenzen zustande kamen. Kein Wunder, denn sowohl Martin Lawrence als auch Will Smith waren mit ihren Serien "Martin" und "Der Prinz von Bel-Air" gefeierte TV-Stars. Unterstützung erhält das Duo in weiblicher Form von Téa Leoni, die mit "Bad Boys - Harte Jungs" ebenfalls ihren Durchbruch auf der Kinoleinwand feierte. Ihre Figur Julie Mott führt die Cops auf die Spur der Gangster und hilft ihnen bei der Ermittlungsarbeit, wobei sie den beiden jedoch auch immer wieder in die Quere kommt. Es entwickelt sich eine dynamische Dreiecksgeschichte mit allerlei Irrungen und Wirrungen. Leoni fügt sich dabei nahtlos in die zwischen Lawrence und Smith bestehende Harmonie ein und braucht sich auch in Sachen Charisma und Wortwitz nicht hinter den beiden Hauptdarstellern zu verstecken. Auch die Nebenrollen sind hochkarätig besetzt. So ist der französische Charakterdarsteller Tchéky Karyo in der Rolle des Gangsters Fouchet zu sehen, der den Drogen-Deal seines Lebens abschließen will und dabei eiskalt agiert und auch nicht davor zurückschreckt, seine eigenen Männer zu opfern. Lowreys und Burnetts etwas neurotischer Boss Captain Howard wird gekonnt von Joe Pantoliano in Szene gesetzt. Die Unterhaltungen der Drei sprühen vor Wortwitz und auch Howards cholerische Art sorgt für Lacher. Alison Sinclair, Howards Kontrahentin von der Internen Ermittlung, mit der er sich das eine oder andere Wortgefecht liefert, wird von der damals noch nahezu unbekannten Marg Helgenberger gespielt, die sich später mit der Erfolgsserie "CSI: Vegas" einen Namen machen sollte - den Haarschnitt ihrer Figur hat sie jedoch hoffentlich schnell verdrängt.

Abgerundet wird der Action-Kracher durch einen gelungenen Soundtrack, denn sowohl der dynamische Score von Mark Mancina als auch die Lieder im Film tragen zur guten Unterhaltung bei. Diana Kings "Shy Guy" lief im Sommer 1995 bei MTV rauf und runter und der titelgebende Song "Bad Boys", der bereits im Jahr 1987 von Inner Circle veröffentlicht wurde, lädt sofort zum Mitsingen ein, auch wenn Martin Lawrence und Will Smith bis auf den Refrain keine Ahnung von den Lyrics haben.

Fazit:

"Bad Boys - Harte Jungs" ist eine actionlastige Buddy-Komödie, die von halsbrecherischen Verfolgungsjagden über hochstilisierte Schießereien und gewaltige Explosionen bis hin zu coolen Sprüchen alles bietet, was das Action-Herz begehrt. Da war eine Fortsetzung natürlich schnell im Gespräch, auch wenn diese ganze acht Jahre auf sich warten ließ.

Bild: © SONY Pictures Entertainment 2020

Unsere Bewertung:

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Trivia und Fun-Facts:

- Die Rolle des Mike Lowry wurde erst Arsenio Hall angeboten, bekannt aus "Der Prinz aus Zamunda", bis Michael Bay eine Folge von "Der Prinz von Bel Air" sah und an seiner Stelle Will Smith wollte. Hall lehnte dann die Rolle ab und bezeichnete dies später als den schlimmsten Fehler, den er je gemacht hatte.
- Michael Bay war so begeistert von der Stadt Miami, dass er dort in einige Immobilien investierte und für Dreharbeiten für "Bad Boys 2" und "Pain & Gain" in die Stadt zurückkehrte.
- Der Porsche 911er aus der Eröffnungsszene hat Michael Bay der Produktionsfirma geliehen.
- Vic Manni, der im Film einen von Fouchets Leibwächtern spielte, war in Wirklichkeit der Leibwächter des Produzenten Don Simpson, der ihn engagiert hatte, nachdem er von der Mafia bedroht worden war.